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Nach rund zwei Jahren Bauzeit ist die Gothaer Straße in Seligenthal seit Mitte November wieder vollständig für den Verkehr freigegeben. Was einst als „schlechteste Straße im ganzen Landkreis“ galt, präsentiert sich heute als moderne und leistungsfähige Verkehrs- und Versorgungsachse für den Ort.

Gemeinschaftsprojekt für Straße, Wasser und Energie

Die Maßnahme vom Abzweig Bahnhofstraße bis zum Ortseingang Hohleborn umfasste insgesamt rund 1.175 Meter Straßenlänge und wurde in enger Zusammenarbeit umgesetzt – zwischen

  • Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV)

  • Gespringwasser Schmalkalden (GEWAS)

  • Werraenergie

  • Gemeinde Floh-Seligenthal

Die Baukosten der Verkehrsanlage in Höhe von rund 1,148 Millionen Euro wurden von TLBV, GEWAS und Gemeinde gemeinsam getragen.

Seligenthal_ Freie Fahrt in der…

Auf einer Fläche von 7.100 m² wurde die Fahrbahn erneuert, dazu kamen beidseitig neue Gehwege. Insgesamt wurden 2.350 Meter Bordsteine gesetzt und rund 2.600 m² Pflasterflächen hergestellt. Die beiden Bushaltestellen wurden barrierearm ausgebaut und gestalterisch hochwertig in das Straßenbild integriert.

Investitionen der GEWAS in Trinkwasser und Abwasser

Für den Eigenbetrieb GEWAS stand die Erneuerung der Ver- und Entsorgungsleitungen im Fokus. In Seligenthal handelte es sich um eine besonders umfangreiche Tiefbaumaßnahme:

  • Abwasser:

    • Investitionen der GEWAS: rund 1,45 Mio. Euro

    • Instandsetzung des Mischwasserkanals

    • Erneuerung der Hausanschlussleitungen

  • Trinkwasser:

    • Investitionen der GEWAS: rund 575.000 Euro

    • Erneuerung der Trinkwasserhauptleitungen

    • Austausch und Ertüchtigung der Hausanschlüsse

      Seligenthal_ Freie Fahrt in der…

Insgesamt wurden 98 Grundstücke an den Abwasserkanal und 107 an die Trinkwasserversorgung angeschlossen – damit profitieren 279 Einwohnerinnen und Einwohner von einer zukunftssicheren, leistungsfähigen Infrastruktur.

Ergänzende Maßnahmen der Energieversorgung

Parallel zu den Wasser- und Abwasserarbeiten erneuerte Werraenergie die Stromversorgung in der Gothaer Straße.

  • Verlegung von rund 950 Metern Niederspannungskabel

  • Einbau von 1.100 Metern Kabelschutzrohren

Damit wurde die Baumaßnahme genutzt, um auch die Energieinfrastruktur auf den neuesten Stand zu bringen und spätere Aufgrabungen zu vermeiden.

„Unsere Arbeit sieht man am Ende nicht – aber man spürt sie“

Wie bei vielen Infrastrukturprojekten verschwindet ein Großteil der GEWAS-Investitionen am Ende unsichtbar im Untergrund. Werkleiter Ralf Liebaug brachte es bei der Freigabe der Straße auf den Punkt: „Wir bauen sehr viel, unsere Arbeit aber sieht man am Ende leider nicht mehr.“ Doch gerade diese unsichtbare Infrastruktur sichert zuverlässig:

  • den Abtransport von Schmutz- und Regenwasser

  • eine stabile, hygienisch einwandfreie Trinkwasserversorgung

  • den Schutz vor Schäden durch Überlastung alter Leitungsnetze

Erfolgreicher Abschluss und Dank an alle Beteiligten

Die Maßnahme konnte – trotz ihrer Komplexität – planmäßig abgeschlossen werden. Beim symbolischen Banddurchschnitt in der Gothaer Straße, wie auf dem Foto der Freigabefeier zu sehen, würdigten Vertreter von Gemeinde, TLBV, Werraenergie, GEWAS und der bauausführenden Firma Wolf die gute und verlässliche Zusammenarbeit.

Die GEWAS dankt allen Projektpartnern, den ausführenden Unternehmen sowie insbesondere den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihre Geduld während der Bauzeit.

Mit Projekten wie in der Gothaer Straße in Seligenthal stärkt die GEWAS gemeinsam mit ihren Zweckverbänden Schritt für Schritt die Wasser- und Abwasserinfrastruktur in der Region – und schafft damit die Grundlage für Lebensqualität und Entwicklung vor Ort.

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